Bücher – Hunger

Taste the Waste
Mit diesem von Thurn und Kreutzberger verfassten Buch und dem Kinofilm „Taste The Waste“ gehen Öffentlichkeitskampagnen und viele Verbraucherorganisationen einher. Rund die Hälfte unserer Lebensmittel – bis zu 20 Millionen Tonnen allein in Deutschland – landet im Müll. Das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Alles soll jederzeit verfügbar sein, Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an, bis spät in den Abend hat das Brot in den Regalen frisch zu sein. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, eine Delle im Apfel – sofort wird die Ware aussortiert. Die Zeche zahlt der Verbraucher, der Handel hat den Ausschuss längst eingepreist. Der Wunsch der Konsumenten, über alles jederzeit verfügen zu können, verschärft den weltweiten Hunger. Würden wir weniger wegwerfen fielen die Weltmarktpreise und es stünde genug für die Hungrigen der Welt zur Verfügung. Dem Skandal der Lebensmittelvernichtung – der in hohem Maß auch zum Klimawandel beiträgt – ist auf internationaler, aber auch auf individueller Ebene zu begegnen. Das Buch enthält viele Anregungen, wie jeder Einzelne umsteuern kann: durch regionale Einkaufs gemeinschaften etwa, die Bauern und Kunden direkt zusammenbringen, oder eine gesunde Küche, die sich auf das Verarbeiten von Resten versteht. Aber auch durch Verbraucherdruck auf Supermärkte, Waren kurz vor Ablauf billiger zu verkaufen oder zu verschenken. 
ISBN-13: 978-3462043495

Der Hass auf den Westen  
Jean Ziegler
ISBN: 978-3-442-15649-8
»Jean Ziegler wird mit diesem Preis für sein Engagement für die am stärksten ausgebeuteten Menschen auf diesem Planeten geehrt.« Die Begründung für die Verleihung des Literaturpreises für Menschenrechte für »Der Hass auf den Westen«

Kein Brot für die Welt – Die Zukunft der Welternährung
Wilfried Bommert

Von 2010 bis 2050 wird die Weltbevölkerung um 33 Prozent, der Bedarf an Agrarprodukten um 70 Prozent und der an Fleisch um 100 Prozent steigen. Aber schon heute hungern weltweit eine Milliarde Menschen. Kaum vorstellbar in einem Land, in dem 66 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen übergewichtig bis fettleibig sind, gar nicht mehr wissen, was Hunger ist, dafür umso genauer jede Form von Diät kennen.
ISBN 978-3-570-50108-5

We feed the World
»Hunger ist meistens die Folge von politischem Versagen. Der Einsatz von Gentechnik wird daran nichts ändern. Im Gegenteil: Er wird mehr Bauern in eine Abhängigkeit von den großen Saatgutfirmen bringen, weil sie nicht mehr in der Lage sein werden, ihr Saatgut selbst zu erzeugen.« (Renate Künast im Vorwort zu We feed the World)
Brasilianischer Regenwald wird gerodet, um auf den gewonnenen Flächen Soja anzubauen, mit dem in der EU Tiere gemästet werden. Von der EU mit Exportsubventionen vergünstigte Erzeugnisse werden auf Märkten in Afrika billiger angeboten als die Produkte der einheimischen Erzeuger. Aus dem Mittelmeer werden Tag für Tag Menschen aus Afrika geborgen, die schwimmend versuchen, dem zunehmenden Elend zu entkommen. Wer es lebend nach Spanien schafft, findet vielleicht Arbeit in den riesigen Gewächshäusern von Almería …
Erwin Wagenhofer hat sich auf die Spur unserer Nahrungsmittel gemacht und die Menschen an den Orten ihrer Arbeit aufgesucht, in den Gewächshauslandschaften von Andalusien, auf den Fischkuttern der Bretagne oder auf dem Chefsessel von Nestlé.
Das Ergebnis ist ein eindrucksvoller Film, der bei Vorführungen in der Schweiz und Deutschland bei Kinobesuchern und Medien auf große Aufmerksamkeit stieß und zu zahlreichen Debatten anregte. In Österreich ist We feed the World der erfolgreichste Dokumentarfilm aller Zeiten. Einen Trailer des Films finden sie hier.
Das Buch We feed the World liefert weitere Hintergründe zum Film, eine ausführliche Darstellung der Recherchen, Zahlen, Zusammenhänge und weitere Beispiele. Das Buch führt aus, was der Film nur anreißen kann.

Wie kommt der Hunger in die Welt?
Jean Ziegler
„Wie kommt der Hunger in die Welt?“ fragt ein Sohn seinen Vater und es beginnt ein Gespräch, das sicher kein Vater mit seinem Sohn geführt hat, über ein Thema, das jeden betreffen sollte, über das aber selten gesprochen wird. Auch wenn immer wieder Bilder von Hungernöten in den Nachrichten auftauchen, werden wir doch stark verschont. Jeden Tag sterben 100.000 Menschen am Hunger. Eine solche Zahl lassen die Berichte in den Medien nicht erwarten. 100.000 Menschen, jeden Tag. Jean Ziegler nennt es Völkermord.
ISBN 978-3-442-15160-8