10. Dezember: Internationaler Tierrechtstag

Pressemitteilung

Endlich EU weit Deklarationspflicht für Pelze

Am 10. Dezember ist Internationaler Tierrechtstag

Die Pelzmode boomt, ob als Kragenbesatz auf Jacken und Mäntel, an Schuhen, für Taschen, Mützen Handschuhen und verschiedene Accessoires. Die Produktion von Tierpelzen verursacht neben dem Leid und dem Tod unzähliger Tiere auch erhebliche Umweltbelastungen und kann aufgrund der benötigten Chemikalien auch gesundheitliche Folgen haben, insbesondere für Kinder. Durch die neue EU weite Deklarationspflicht die ab 2012 eingeführt wird, kann sich der Konsument besser orientieren.
Die Initiative Tierrechte Südtirol begrüßt diese Maßnahme und hofft, dass immer mehr Menschen die Qualprodukte in den Läden lassen, denn tierleidfreie Alternativen gibt es reichlich.
Felle tierischer Herkunft werden in der Werbung gerne als besonders „ökologische und wertvolle Naturprodukte“ vermarktet. VIER PFOTEN hat daher unterschiedliche Pelzartikel auf giftige Rückstände untersucht und Ergebnisse erhalten, die diese Aussagen eindeutig widerlegen. Aus der Studie  „Gift im Pelz – Bedenkliche Chemikalien in Pelzprodukten“, ist zu lesen:  „Zwischen dem Fell des Tieres und dem Pelzartikel stehen eine Vielzahl chemischer Gerb-, Konservierungs-, Reinigungs-, Färbe- und Behandlungsprozesse. Diese werden häufig in Ländern durchgeführt, in denen der Einsatz besonders giftiger Chemikalien noch immer gang und gäbe ist. Zum Einsatz kommt eine ganze Reihe von Stoffen, die für die Gesundheit und der Umwelt eine große Gefahr bergen. Dazu gehören: Schwermetallsalze, Lösemittel, Pestizide, Formaldehyd, Konservierungsmittel, Bleich- und Färbechemikalien und viele mehr.“  Das krebserregende und Allergien auslösende Formaldehyd ist die am häufigsten im Test nachgewiesene Chemikalie. Sie wurde bei allen untersuchten Proben nachgewiesen. Formaldehyd ist flüchtig und kann leicht eingeatmet werden. Der höchste Wert wurde bei einem Pelz gefunden, der an eine Kinderjacke angenäht war. Formaldehydkann bereits in sehr geringen Konzentrationen auf der Haut oder in der Atemluft bei sensibilisierten Personen Hautreizungen und Rötungen bis zu Bläschenbildungen hervorrufen. Ebenfalls kann es zu Tränenreizungen kommen. Bekannt sind auch neurotoxische Symptome (geistige Ermüdung, Lethargien, Kopfschmerzen usw.
Ab 2012 gibt es nun endlich eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für alle Pelzprodukte. Diese soll dem Konsumenten die Unterscheidung zwischen Web- und Tierpelz erleichtern. „Wenn ich Menschen nach dem toten Tier um ihren Hals frage, sind sie oft überrascht, dass das Echtpelz ist“ berichtet Christine Messner von der Initiative Tierrechte Südtirol. Weiter, „Auch bei gefärbten Pelzen glauben die meisten, diese seien nicht echt, was leider nicht der Fall ist.“
Die Tiere werden in engen Käfigen gehalten, in Europa gibt es immer noch 7.000 Pelztierfarmen mit 200.000 Tieren jährlich (LAV- Impronte November 2011)). Viele dieser Tiere werden nach diesem leidvollen Leben lebendig gehäutet. Zudem belastet dies alles die Umwelt erheblich. Neben den verwendeten Chemikalien müssen Weltweit Millionen „Pelztiere“ gefüttert und getränkt werden. Die Fakälien müssen entsorgt werden, häufig versickern sie im Boden bzw. im Grundwasser.
An jedem Stück Echtpelz klebt Blut und mit jedem Einkauf machen wir uns mitschuldig am Leid für Mensch und Tier, sowie der Verschwendung wertvoller Ressourcen wie Getreide, Wasser und Böden. Das alles für unseren Modewahn.

Am Wochenende des 10 und 11. Dezeber sammelt die LAV in Bozen Unterschriften gegen Pelze

Fotos und Unterlagen:
Foto von Füchsen in Gefangenschaft (Tierschutz.com, peta.de)
Giftreport (www.vier-pfoten.at)
www.vier-pfoten.at (Pelz)

Initiative Tierrechte Südtirol,
Die Initiative Tierrechte Südtirol wurde im Frühjahr 2011 ehrenamtlich von Evi Brugger,
Karin Felderer und Christine Messner aus dem Raum Eisacktal gegründet.
Unser Hauptanliegen ist Informationen über Tierrechte und Ernährung zu vermitteln und dementsprechende Projekte umzusetzen.
Internetblog: tierrechtesuedtirol.wordpress.com
E-Mail: tierrechte@hotmail.com

Internationaler Tierrechtstag Pelzartikel 10.12.2011.pdf