Presseaussendung – ExpoRiva „Jagd Fischerei Umwelt“

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ExpoRiva „Jagd Fischerei Umwelt“

Riva del Garda 31.03. – 01.04.2012

Die ExpoRiva für Jagd Fischerei Umwelt hat uns zutiefst über die Unkultur und die Dekadenz dieser Bevölkerungsschicht erschüttert. Menschen die mit Teilen der, wie in der Jagdsprache ausgedrückt, entnommenen Tieren, als Trophäen und mit balsamierten Tierleichen aus dem Gelände der Ausstellung kamen, teils begleitet von Ihren Kindern und Frauen. Tausende makabre Teile von Tieren, getötet zum

Vergnügen, in der Ausübung des Hobbys der Jäger, welche gerade 1% der italienischen Bevölkerung darstellen. Ausstellung von Waffen, mit welchen man immer präziser und entfernter die Tiere abschießen kann. Gelächter und teils Beschimpfungen gegenüber den Tierschützern, darunter auch die LAJ von Bozen, welche vor dem Eingangsareal über beide Tage „Mahnwache“ hielten. In diesem Geflecht der „Starken“ durfte auch die höchste politische Figur unserer Provinz, als Gast, nicht fehlen. Die herzliche Begrüßung des Ehrengastes am Stand der „Trentiner“ Jägerinnen, war wohl ein Höhepunkt des Rundganges und eine Beglückung der Jägerinnen, welche als Frauen, besonders Leben schützen sollten. Kinder und Jugendliche am Schießstand, um den Tötungskult zu erkunden und zu üben. Jägerinnen, welche den Kindern einen Stand stellen, damit man sie frühzeitig in die Jagdkultur einführt und den Mädchen und Jungs das Töten von Tieren als selbstverständlich darbietet. Prämienlotterie, wo als Preis der Abschuss von Tieren vorgesehen wird, unglaublich und pervers, da dies vor Kindern teils im Vorschulalter abgewickelt wird. Hinzu kommt, dass alles von der öffentlichen Hand mitfinanziert wird, welche uns Steuerzahlern einen immer höheren Abgabezwang auferlegt. Gleichzeitig muss vermerkt werden, mit welcher Wortraffinesse man das Wort „Umwelt“ in die Messe eingebaut hat, und dies obwohl durch die Jagd die Umwelt ausschließlich belastet wird.

Dass man durch solche Veranstaltungen, mit unseren Steuergeldern mitfinanziert, den Abgang unsere Gesellschaft mitverfolgen kann, wird wohl den restlichen 99% der Bevölkerung auch in das Bewusstsein gelangen, welche für solche Veranstaltungen und der Anwesenheit der Volksvertreter immer weniger Verständnis aufbringen wird.

Warum wundern wir uns, dass immer mehr Jugendliche und Kinder vor Gewalt nicht zurückschrecken, wenn das Ermorden von anderem Leben als Normalität vermarktet und mit unseren Steuern mitfinanziert und getragen wird! Gewalt sät Gewalt, dies ist eigentlich schon bekannt.

Richard Steinmann – delegierter Verantwortlicher Liga zur Abschaffung der Jagd Provinz Bozen

Richard Steinmann Delegato Responsabile LAC Provincia di Bolzano – Delegierter Verantwortlicher LAJ Provinz Bozen