SOS: Schwäne im Hofburggarten und Feuerwerke

Text und Fotos veröffentlicht auf Wunsch von Franz Pattis

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Brixner Tourismusverein will auch beim anstehenden Jahreswechsel ein großes Feuerwerk im Hofburggarten abschießen und dies trotz der schweren Folgen für die Umwelt (massiver Ausstoß von Feinstaub, Schwefel, Kohlenmonoxid, Stickoxide) und die Tiere, siehe auch:
http://www.stop-fireworks.org/tiere_und_feuerwerk.htm
Jedes Jahr verlieren an die 5000 Tiere in Italien zu Silvester ihr Leben durch das Abbrennen von Feuerwerksartikeln. Im Wassergraben des Hofburggartens, nur wenige Meter entfernt vom Abschussort des großen Feuerwerkes, leben bekanntlich seit vielen Jahren zwei Schwäne. SchwäneCi..1Diese sind der akustischen Folter schutzlos ausgeliefert. Aus diesem Grunde ersucht der Unterfertigte die Gemeinde Brixen und das Polizeikommissariat, keine Genehmigung für das Feuerwerk im Hofburggarten zu erteilen. Sollte dieses aber trotzdem genehmigt werden, ersuche ich die Verantwortlichen des Tourismusvereines, den Schwänen zumindest einen Ohrenschutz zu besorgen.
Die Initiative für ein lebenswertes Brixen setzt sich seit über einem Jahr auch für ein generelles Verbot des Abbrennens aller Feuerwerksprodukte ein. Zu dieser Thematik haben am 30. Oktober Südtiroler Umwelt- und Tierschutzvereine eine Pressekonferenz in Bozen abgehalten, siehe:
http://www.umwelt.bz.it/presse/pk-walzer-statt-knaller.html oder Anlage.
Am 29. November wurde im Landtag das neue Lärmschutzgesetz verabschiedet. Leider sieht dieses eine Abschwächung der Feuerwerksverbote vor, gewährt aber im gleichen Moment den Gemeinden mehr Zuständigkeiten. Aus diesem Grunde ersucht der Unterfertigte die Gemeinde Brixen und die Stadtpolizei, eine Verordnung zum Verbot aller Feuerwerksprodukte zu erlassen und diese dem Gemeindenverband als Musterverordnung für andere Gemeinden weiterzuleiten. Da heuer die Silvesterfeier am Domplatz ohne Eintrittsgebühr zugänglich ist, ist eine Verordnung auch aus Gründen der öffentlichen Sicherheit mehr denn je notwendig. Im Vorjahr ereigneten sich nämlich dort schwere Auswüchse.

Mit freundlichen Grüßen
Franz Pattis – Initiative für ein lebenswertes Brixen tirolbiker@gmx.de