Silvester-Feuerwerk in Brixen / Lasershow 2013 – 2014

Text und Fotos veröffentlicht auf Wunsch von Franz Pattis

Sehr geehrter Herr Bischof,
sehr geehrte Damen und Herren,

in der Anlage finden Sie einige Bilder, die anlässlich des Feuerwerkes zumcigni-tracce-polvere
Jahreswechsel im Brixner Hofburggarten, bzw. am Wassergraben der Hofburg, vom
Unterfertigten aufgenommen wurden. Bekanntlich waren die dort lebenden Schwäne
dem Feuerwerk direkt über ihren Köpfen schutzlos ausgeliefert und mussten sich
vor vom Himmel fallenden und noch brennenden Feuerwerksrückständen unter einer
Brücke (siehe Fotos Anlage mit hellbraunem Pulver auf Eisfläche) in Sicherheit
bringen! Und dort wurden die Schwäne am Morgen nach dem Feuerwerk imCigniPolvereSparoa
Schockzustand und am ganzen Körper zitternd vom Unterfertigten vorgefunden.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass das von der Gemeinde genehmigte und vom
Tourismusverein Brixen organisierte Feuerwerk, heuer erstmals direkt am
Wassergraben und nicht in der Mitte des Gartens, wie in den Jahren zuvor,
abgeschossen wurde, siehe Fotos Anlagen und Video You Tube: http://youtu.be/zP8VGgdB1i8
Nach den vielen Protesten im Vorfeld von Silvester wusste man von der
Gefährdung der Schwäne und hat trotzdem das Feuerwerk an dieser StelleFuocoArtificioSmog5_2013
abgeschossen. Dieser schwerwiegende Akt hat einen Sturm der Entrüstung in ganz
Italien (siehe Internet-Links unten) ausgelöst und müsste eigentlich geahndet
werden, da die Rechte der Tiere bewusst mit Füßen getreten wurden. Feuerwerke
sind nämlich Psychoterror pur gegenüber unseren Tieren und somit Tierquälerei
gleichzusetzen! Siehe dazu auch: http://altoadige.gelocal.it/cronaca/2013/01/03/news/gli-ambientalisti-protestano-cigni-maltrattati-1.6289126
Die noch brennenden Rückstände der Raketen (siehe Fotos Anlage) des über zehnIMG_5020
Minuten dauernden Feuerwerks sind sogar im Innenhof der Hofburg niedergegangen
und es bestand somit auch Brandgefahr für das historische Gebäude. Im Ausland
sind Feuerwerke in der Nähe von solchen wertvollen antiken Bauten sogar
grundsätzlich verboten!
Brandgefahr bestand bei diesem ziemlich unkontrolliert verlaufenden Feuerwerk
auch für die im nordöstlichen Eck des Hofburggartens stehende und als
Naturdenkmal ausgewiesene mächtige Zeder.
Ich möchte in diesem Zusammenhang an den Großbrand erinnern, der in der
Silvesternacht das Appartementhotel „Piz da Lec“ in Corvara zerstört hat und
durch einen Feuerwerkskörper verursacht wurde!
Die Bilder in der Anlage sollen dahingehend sensibilisieren, 2014 aus GründenIMG_5110
des Umwelt- und Tierschutzes auf das Abschießen eines Feuerwerkes zu verzichten
und nach Alternativen zu suchen wie z.B. eine Lasershow. Hierzu finden Sie
nachstehend einige Internet-Links von Firmen, die solche Spektakel anbieten.
http://www.laserentertainment.com/it/show-performance-progetti/lasershow/
http://www.show-laser.it/
http://www.italia-eventi.com/2012/11/laser-show-e-servizio-dj-per-eventi-in.html
http://www.laserworld.com/de/
http://www.laser-show.it/servizi.php?WEBYEP_DI=1
http://www.scenes.it/laser-spettacoli.html
http://www.supereffects.it/laser/lasershow.htm
Eine Lasershow hätte auch den Vorteil, völlig gefahrlos direkt am Domplatz
abgewickelt zu werden. Ein solches Spektakel erstmals zu Silvester wäre eine
absolute Premiere  für Südtirol und würde sicherlich sehr viele Leute  nach Brixen
locken.
Die Feiern zum nächsten Jahreswechsel, bzw. die Silvestermeile, könnten
erstmals umweltgerecht im Rahmen eines „Green Events“ ausgetragen werden. Die
Gemeinde Brixen ist bekanntlich erst kürzlich für die Durchführung von
nachhaltigen Veranstaltungen beim Euregio-Umweltpreis mit dem dritten Rang
ausgezeichnet worden.
http://www.brixen.it/de/aktuelles/news/194-nachhaltige-veranstaltungen-ueberzeugen-jury.html
Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf den Brixner Faschingsumzug
„Gnoccolada“ http://altoadige.gelocal.it/cronaca/2013/01/28/news/torna-la-gnoccolada-e-diventa-ecosostenibile-1.6432193 der heuer als „Green Events“-Pilotprojekt der Gemeinde durchgeführt wurde. Wie bei dieser Veranstaltung, könnte auch bei den nächsten Silvesterfeiern das Ökoinstitut http://oekoinstitut2012.web4.portalfarm.it/de/tätigkeitsfelder/green-events/41-25.html
und das Umweltamt der Gemeinde den Veranstaltern beratend zur Seite stehen.
Brixen könnte somit einmal mehr seinem Ruf als ökologische Musterstadt gerecht
werden und eine Vorreiterrolle spielen in der Austragung einer nachhaltigen
Feier zum Jahreswechsel. Die Brixner Bewohner sollten nicht mehr viele Stunden
unter einer von den Ausstößen des Feuerwerkes entstandenen Schadstoffwolke
leben müssen (siehe Fotos in der Anlage).
Bekanntlich soll der Hofburggarten einer sanften und naturnahen Nutzung
zugeführt werden. Die jahrzehntelange intensive Bewirtschaftung als
Apfel-Plantage mit chemischer Schädlingsbekämpfung hat dem Boden sicherlich
schon arg zugesetzt. Hinzu kommen auch noch die Belastungen im Laufe vieler
Jahre durch die Rückstände von Feuerwerken in Form von Schwermetallen.
Plastikhülsen mit weißen Pulverrückständen und anderes mehr (siehe Foto Anlage)
sind auch heuer auf dem gesamten Garten niedergegangen.
Der Hofburggarten darf nicht zu einer Sondermüll-Deponie verkommen und daher
ist das Abschießen eines Feuerwerks dort absolut nicht mehr kompatibel mit der
Neuerschließung als Erholungszone.
Aus diesem Grunde ersucht der Unterfertigte die Diözese Bozen Brixen als Eigentümer
des Hofburggartens, die Verwaltung der Hofburg und die Gemeinde Brixen, welche
den Garten gemietet hat, dieses Areal in Zukunft nicht mehr als Abschussgelände
für ein Feuerwerk zur Verfügung zu stellen.
Dies auch aus Rücksichtnahme auf den schwerkranken emeritierten Bischof Karl
Golser, dessen Wohngebäude direkt angrenzend am Wassergraben der Hofburg liegt.

Mit freundlichen Grüßen
Franz Pattis – Initiative für ein lebenswertes Brixen tirolbiker@gmx.de